Infrastruktur Primarschule Umbau / Erweiterung Schulanlage Sunnerain
Vergabe Generalplaner Schulhaus Sunnerain
Für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Sunnerain hat die Gemeindeversammlung am 11. Juni 2025 einen Projektierungskredit bewilligt. In Folge wurde die CCHE Zürich AG mit der Verfahrensbegleitung zur Evaluierung eines geeigneten Generalplanerteams beauftragt. Der Gemeinderat verabschiedete am 2. Dezember 2025 die Ausschreibungsunterlagen zur Publikation auf SIMAP, der offiziellen elektronischen Plattform für öffentliche Ausschreibungen in der Schweiz.
Innerhalb der Frist wurden fünf gültige, qualitativ vielversprechende Angebote eingereicht. Auf Antrag des Beurteilungsgremiums vergab der Gemeinderat am 13. Februar 2026 den Auftrag für die Generalplanung zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Sunnerain an die Dahinden Heim Partner Architekten AG, Winterthur, mit einem Leistungsumfang von rund CHF 1,3Mio exkl. MwSt.
Das Angebot des Anbieters besticht durch eine Vielzahl überzeugender Qualitäten, zum Beispiel:
- hohes Verständnis für die Bedürfnisse der Schule Nürensdorf
- respektvoller und sorgfältiger Umgang mit dem bestehenden Schulhaus
- klare, funktionale und zeitgemässe Architektur
- realistische und gut durchdachte Umsetzung im laufenden Schulbetrieb
- überzeugende und nachvollziehbare Ablauf- und Terminplanung
- klare Haltung zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
- ausgezeichnete Referenzen mit vergleichbaren Schulprojekten
- wirtschaftlich überzeugend

Planungsvorschlag und Projektskizze
Das Planungsteam, welches den Zuschlag erhalten hat, verfolgt das Ziel, die bestehende Schulanlage Sunnerain behutsam weiterzuentwickeln, funktional zu stärken und langfristig nachhaltig auszurichten. Der Entwurf baut respektvoll auf der vorhandenen Struktur auf und stärkt den offenen und einladenden Charakter der Anlage.
Die Erweiterung ist in Form eines kompakten Neubaus geplant, der sich ganz selbstverständlich in den Bestand einfügt und diesen ergänzt, ohne ihn zu dominieren. Wichtige Aussenräume, Sichtachsen und Wegbeziehungen bleiben erhalten und werden aufgewertet.
Im Inneren orientiert sich das pädagogische Konzept an modernen Lernclustern. Klassenzimmer, Gruppenräume und offene Lernzonen bilden zusammen flexible und gut strukturierte Lernlandschaften. Klare Grundrisse, gute Orientierung und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten schaffen optimale Voraussetzungen für zeitgemässes Lernen und Arbeiten.

Konstruktiv setzt die aktuelle Projektskizze auf eine moderne Holz-Elementbauweise. Diese ermöglicht eine kurze Bauzeit, einen hohen Vorfertigungsgrad und bringt gleichzeitig klare ökologische Vorteile mit sich. Der Leitgedanke „Erhalten statt Ersetzen“ prägt den Umgang mit der bestehenden Bausubstanz und trägt wesentlich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei.
Auch die Umgebung wird gezielt in die Planung einbezogen. Verkehrsflächen werden neu organisiert, der Eingangsbereich entlastet und die Aussenräume als attraktive Spiel-, Aufenthalts- und Begegnungsorte weiterentwickelt. Themen wie Biodiversität, Hitzeminderung und kindgerechte Freiräume werden in die Planung integriert und schaffen eine lebendige und zukunftsfähige Schulumgebung.
Bauarbeiten während dem Schulbetrieb
Dank einer überlegten Etappierung der Bauphasen sowie der gezielten Nutzung der Schulferien für lärmintensive Arbeiten soll nach aktueller Planung der Unterricht weitgehend störungsfrei weitergeführt werden können. Bei der Detailplanung wird die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern und allen Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen.

Wie geht es weiter
Die Arbeitsgruppe wird mit die Dahinden Heim Partner Architekten AG in die Detailarbeit steigen. Dabei werden die Gedanken der Lehrpersonen und Schulleitung genauso einfliessen wie die Planungsarbeit der Schulpflege und des Gemeinderates. Es wird verschiedene Kommunikationspunkte geben, so dass die Stimmberechtigten von Nürensdorf am 6. Juni 2027 über das konkrete Bauprojekt abstimmen können.