Prämienverbilligung KVG

Wer hat Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung?

Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen haben Anspruch auf Prämienverbilligung. Entscheidend sind die neusten definitiven Steuerfaktoren.

Im Jahr 2016 hat Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung, wer am 1. Januar 2016 Wohnsitz im Kanton Zürich hat und die folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  • Ehepaare bzw. eingetragene Partner und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern:
    Steuerbares Gesamteinkommen höchstens CHF 62'900.00 und steuerbares Gesamtvermögen höchstens CHF 300'000.00
  • Ehepaare bzw. eingetragene Partner ohne minderjährige Kinder:
    Steuerbares Gesamteinkommen höchstens CHF 55'000.00 und steuerbares Gesamtvermögen höchstens CHF 300'000.00
  • Einzelpersonen:
    Steuerbares Gesamteinkommen höchstens CHF 42'900.00 und steuerbares Gesamtvermögen höchstens CHF 150'000.00
  • Junge Erwachsene in Erstausbildung (Jahrgang 1991 bis 1997):
    Steuerbares Gesamteinkommen höchstens CHF 62'900.00 und steuerbares Gesamtvermögen höchstens CHF 300'000 (verheiratet bzw. in eingetragener Partnerschaft) oder höchstens CHF 150'000.00 (Einzelpersonen)

Entscheidend sind die Steuerfaktoren per Stichtag 1. April 2015 – also die letztbekannten definitiven Steuerfaktoren.

Besondere Situationen:

Späterer Zuzug: Wer erst nach dem 1. Januar 2016 im Kanton Zürich Wohnsitz nimmt, hat hier keinen Anspruch auf Prämienverbilligung. Die Prämienverbilligung ist am früheren Wohnort zu beantragen.

Späterer Wegzug: Wer nach dem 1. Januar 2015 den Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegt hat, hat im Kanton Zürich für das Jahr 2016 keinen Anspruch auf Prämienverbilligung. Auskunft über den Anspruch gibt die neue Wohngemeinde.

Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse: Liegen das steuerbare Gesamteinkommen und Gesamtvermögen gemäss Steuererklärung 2015 – anders als am Stichtag 1. April 2015 – doch innerhalb der oben genannten Limiten, ist bei der Wohngemeinde ein Gesuch um Prämienverbilligung möglich.

Änderung des Zivilstands: Steuerbares Gesamteinkommen und Gesamtvermögen ändern sich in folgenden Fällen:

  • Heirat bzw. Eintragung der Partnerschaft
  • Trennung
  • Scheidung bzw. Auflösung der Partnerschaft
  • Tod der Partnerin oder des Partners

Wenn die ersten Steuerfaktoren nach der Zivilstandsänderung – anders als am Stichtag 1. April 2015 – innerhalb der oben genannten Limiten liegen, ist bei der Wohngemeinde ein Gesuch um Prämienverbilligung möglich.

Quellensteuer: Bei Quellenbesteuerung gelten andere Ansätze, siehe Merkblatt Individuelle Prämienverbilligung 2016.

Ergänzungsleistungen: Wer Ergänzungsleistungen zur AHV- oder IV-Rente bezieht, erhält keine Prämienverbilligung. Die Ausgaben für die obligatorische Krankenversicherung sind in den Zusatzleistungen bereits berücksichtigt und werden an die Krankenkasse überwiesen.

Weitere Informationen, sowie die Merkblätter der letzten zwei Jahre finden Sie unter: https://www.svazurich.ch/internet/de/home/produkte/praemienverbilligung/anspruch.html


Zuständiges Amt

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